Mails kann man nicht nur mit einem email-client verschicken. Wenn man den groben Ablauf des SMTP-Protokolls weiss, ist es möglich emails mit dem Telnet-Client zu verschicken. Dadurch bekommt man auch die Möglichkeit falsche Angaben in die Mail einzubauen (Spam-Versender benutzen diese Methode).
Zum Beispiel ist es möglich, eine email im Namen ihres Chefs am einen Kollegen zu schicken. Dies soll aber keine Anleitung zu solchen strafbaren Handlungen darstellen. Vielmehr geht es dem Autoren darum, diese Methoden der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (soweit sie nicht schon bekannt sind). So kann jeder Betrugsversuche erkennen und nachvollziehen.

Zuerst braucht man einen Mailserver (hier der Einfachheit halber mailserver.com genannt), welcher das relaying erlaubt. Dann baut man eine Verbindung zu diesem Mailserver auf. Dies kann einfach mit Telnet geschehen.

telnet mailserver.com 25

Die „25“ am Ende gibt den Port an und darf nicht vergessen werden, weil das Programm sonst versucht eine Telnetsession über Port 23 aufzubauen.

Der folgende Ablauf sieht so aus:

HELO mein.mailserver.com
MAIL FROM: 
RCPT TO: 
DATA
From: mir
To: dir
Subject: test
Hier beginnt der eigentliche Text...
bla bla bla...
.
quit

Zu Beginn kommt eine Begrüßung (Zeile 1). Anstatt von mein.mailserver.com kann man irgendeinen Namen eingeben, sofern der kontaktierte Mailserver dies zuläßt.

Danach (Zeile 2) gibt man an, von wem diese Mail kommt, oder kommen soll (z.B. ).

In der dritten Zeile wird schließlich der Empfänger angegeben.

Nach der Zeile 4 „DATA“ kommt der Inhalt der Mail. Hier sollte man als erstes „From:“, „To:“ und „Subject:“ angeben, da diese beim Empfänger sonst nicht angezeigt werden.

Beendet wird die Mail mit einem Punkt „.“ in einer neuen Zeile. Danach beendet man die Verbindung zum Mailserver mit dem Befehl „quit“.

Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass solche Verbindungen oder Verbindungsversuche auf dem Mailserver geloggt werden. Anhand dieser Logs ist es möglich die Verbindung, auch nachträglich, zurückzuverfolgen! Eine dynamisch zugewiesene IP nützt auch nichts. Der Provider hat die Daten, wem er welche IP wann zugewiesen hatte.